Das Auge bleibt das gleiche…

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Ich habe oft gelesen, dass sich jemand eine neue Kamera gekauft hat; das neueste und größte Modell, den aktuellen Stand der heutigen Technologie sozusagen.
Das beste Gerät, das mit dem Wissen der Menschheit hergestellt werden kann. Aber am Ende wird es doch nur eine Erweiterung des menschlichen Auges sein, welches wiederum gleich bleibt. Warum denken Menschen immer noch, dass, wenn Sie ein neues Werkzeug kaufen, sich Ihre Arbeitsweise, Ihre Fähigkeiten oder Ihr Wissen verbessern würde? Keiner Ihrer Filme wird plötzlich besser, nur weil Sie einen neuen Fernseher gekauft haben. Ihr fahrerisches Können wird sich auch nicht verbessern nur weil Sie sich ein neues Auto zugelegt haben. Es hat weiterhin nur 3 Pedale. Und diese 3 Pedale ändern nichts. Sie sind entweder immer noch ein Taxifahrer oder ein Formel-1 Pilot. Es sind nicht die Pedale, und die damit verbundene Technik. Es sind Ihre Füße, Körper und Gehirn, die den Unterschied ausmachen.

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Ich wünschte, es gäbe nur eine Black Box, die Fotos machen kann. Für jeden Fotografen wäre es genau die Gleiche. Es würde keine Nachbearbeitung geben und das Bild würde nach der Aufnahme direkt aus der Kamera kommen. Eine Art Polaroidkamera, welche für jeden ausreichen müsste. Ja, wirklich jeden. Wenn dies der Fall wäre, gäbe es keine Diskussionen über die Ausrüstung mehr, denn es wird nur eine Kamera geben. Es wird keine Fragen geben, etwa, wie ist diese schwarz-weiß Aufnahme entstanden, da es keine Nachbearbeitung gibt. Es würde diesbezüglich überhaupt keine Diskussion geben. Jeder würde sofort sehen, dass Sie entweder ein guter oder weniger guter Fotograf sind, und zwar direkt gemessen an der gemachten Aufnahme. Nun, dies wird für immer ein Traum sein, aber man könnte mal für eine Minute darüber nachdenken.

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Nach nun mehreren Jahren in der Fotografie und endlose Diskussionen über Ausrüstung, Werkzeuge und allerlei Dinge, die man mit sich herumträgt, habe ich herausgefunden, dass ich mich nicht mehr um die Geräte kümmern möchte. Was auch immer Ihre Ausrüstung sein mag, egal welche Marke, die Größe oder Farbe Ihrer Kamera. Es interessiert mich nicht. Was mich interessiert, ist das, was auch Ihrer Black Box kommt. Zeigen Sie mir nicht Ihre Kamera, zeigen Sie mir nicht Ihr Auge. Zeigen Sie mir Ihre Bilder. Sie können Ihre Bilder sortieren, anpassen und Nachbearbeiten, aber zeigen Sie mir die verdammten Fotos und suchen Sie nicht nach Ausreden, warum die Bilder nicht gut sind. Sollten Ihre Bilder nicht gut genug sein, so können sie niemandem außer sich Selbst die Schuld geben. Und sollten Sie die Kritiken und Kommentare zu Ihren Bildern nicht aushalten, dann zeigen Sie uns Ihre Bilder nicht.

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Indem man über die Ausrüstung redet, lernt man nichts. Sie lernen, indem Sie Bücher lesen, Tutorials schauen und, am wichtigsten, raus gehen und fotografieren. Da man sich nicht ein Auge kaufen kann, müssen Sie sich eines „wachsen“ lassen. Ein „wachsendes“ Auge wird nur ermöglicht durch ernsthaftes Training. Das gleiche passiert, wenn Sie den New York Marathon laufen wollen. Sie müssen viel trainieren. Man kann nicht einfach ein Buch über das Laufen lesen und einige Tutorials anschauen. Nachdem Sie nun wissen, wie es funktioniert, müssen Sie raus gehen und anfangen zu laufen. Nicht nur einmal, sondern jeden Tag für wahrscheinlich mehr als ein Jahr lang. In der Fotografie endet das Training nie, da es so etwas wie das perfekte Foto nicht gibt. Sie wollen immer etwas Neues machen, anders und besser. So haben Sie bis zum Ende Ihres Lebens zu üben. In diesem Zeitraum werden viele Kameras kommen und gehen, aber Ihr Auge bleibt das gleiche…

Hinweis zur Übersetzung:

Es ist gut möglich, das ich einige Teile der Originals missverstanden haben, seien Sie also skeptisch gegenüber allem was ich hier sage und behaupte. 

Ich entschuldige mich beim Autor für alles, was ich falsch verstanden habe.

Kurzer Abriss über Thomas Leuthard, Autor/Verfasser des Artikel in englischer Sprache:
Thomas Leuthard lebt und arbeitet in der Schweiz als Informatiker im Öffentlichen Dienst. Seine Freizeit verbringt er auf den Straßen vieler bekannter Städte. Wer die Arbeiten von Thomas Leuthard weiter verfolgen möchte, wird hier fündig: FacebookGooglePlus, und Flickr. Hier ist sein Portfolio und Blog zu finden.

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